Wie Veränderungen in Ihrer Organisation wirken

Veränderungen in einer Organisation wirken nie singulär und sind sowohl vertikal als auch horizontal zu steuern. Das Change Control Model erklärt die Wirkungsweise von Veränderungen anhand von 4 Ebenen. Im einem einfachen Top-Down-Ansatz würde auf Ebene des Managements eine bestimmte Strategie beschlossen. Diese ist dann auf organisatorischer Ebene auszugestalten und auf Mitarbeiter­ebene umzusetzen. Für die Umsetzung müssen die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen – technische Ressourcen (IT-Systeme, Infrastruktur, Maschinen), aber auch Humanressourcen.

Vielleicht bedarf die Umsetzung der Strategie dann aber auf der Ressourcenebene besonderer Qualifikationen oder zusätzlicher Mitarbeiter. Diese Information müsste auf die höheren Ebenen zurückgespielt werden. Vielleicht lassen sich Arbeitsprozesse anpassen, um einen Ressourcenengpass auszugleichen. Aber vielleicht müssen auf organisatorischer Ebene Geschäftsprozesse angepasst werden. Vielleicht lässt sich der Ressourcen­engpass so auch nicht ausgleichen und die gesamte Strategie muss überdacht werden.

Das Zurückspielen der Information stellt in der Praxis oftmals schon eine unüberwindbare Hürde dar. Was aber, wenn die Veränderung nicht von oben nach unten getrieben wird? Was, wenn die Veränderung bspw. auf Ressourcenebene angestoßen wird? Erfolgt dann ein ausreichender Abgleich mit den darüberliegenden Ebenen? Werden Veränderungen auf einer der beiden mittleren Ebenen konsequent vertikal als auch horizontal getrieben und gewonnene Erkenntnisse entsprechend zurückgespiegelt und berücksichtigt?